Kurz beantwortet: Ein Gerüst wird immer individuell kalkuliert – pauschale Preise wären unseriös. Den Preis bestimmen vor allem Gerüstfläche, Gerüstart, Standzeit, Zugänglichkeit und Zusatzbauteile. Ein seriöses Angebot ist ein Komplettpreis: Anlieferung, Auf- und Abbau, Prüfung und eine Grundstandzeit sind enthalten. Beim ersten Anruf gibt es deshalb noch keinen Preis – seriös wird er erst, wenn die Eckdaten stehen. Sind sie geklärt, nennen wir Ihnen den Festpreis auf Wunsch auch telefonisch; ansonsten erhalten Sie ihn nach einem kurzen Aufmaß kostenlos und schriftlich, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Der größte Teil des Preises entsteht nicht durch das Material, sondern durch die Arbeit: Anlieferung, Montage und Demontage machen in der Regel den Löwenanteil aus. Die eigentliche Mietzeit fällt bei normalen Standzeiten kaum ins Gewicht – deshalb ist ein Gerüst für zwei Wochen kaum günstiger als für vier. Wer die Preisfaktoren kennt, kann Angebote richtig vergleichen und an den richtigen Stellen sparen.
Diese Faktoren bestimmen den Gerüstpreis
| Preisfaktor | Wirkung auf den Preis |
|---|---|
| Gerüstfläche (Länge × Höhe) | Wichtigster Faktor – je mehr Fläche, desto höher der Gesamtpreis; bei großen Flächen wird der Quadratmeter im Verhältnis günstiger. |
| Gerüstart & Lastklasse | Ein leichtes Malergerüst ist günstiger als ein Maurergerüst mit hoher Lastklasse oder ein Dachfanggerüst – die Gerüstarten im Überblick. |
| Standzeit | Eine Grundstandzeit ist im Komplettpreis enthalten; erst danach fällt eine wöchentliche Gerüstmiete an. |
| Zugänglichkeit | Enge Innenhöfe, Hanglage, Anbauten oder lange Tragewege erhöhen den Montageaufwand. |
| Zusatzbauteile | Konsolen, Schutzdächer, Treppentürme, Netze und Planen werden gesondert ausgewiesen. |
| Öffentlicher Grund | Steht das Gerüst auf Gehweg oder Straße, kommen die Gebühren der Stadt für die Sondernutzungserlaubnis hinzu. |
| Region & Auslastung | In Ballungsräumen und in der Hochsaison (Frühjahr–Herbst) sind Termine knapper – frühes Anfragen lohnt sich. |
So kommt Ihr Festpreis zustande
- Anfrage: Sie beschreiben kurz das Vorhaben – über das Anfrageformular, per WhatsApp oder telefonisch. In diesem Schritt nehmen wir Ihre Angaben auf; der Preis folgt, sobald die Eckdaten geklärt sind.
- Aufmaß: Wir ermitteln Gerüstfläche, passende Gerüstart und Besonderheiten – bei Standardobjekten oft schon anhand von Fotos und Maßen, sonst vor Ort.
- Komplettangebot: Sie erhalten einen Festpreis schriftlich, in dem Anlieferung, Auf- und Abbau, Prüfung und Grundstandzeit enthalten sind. Zusatzbauteile und die Miete für eine mögliche Verlängerung stehen transparent dabei – keine versteckten Posten.
Das brauchen wir für Ihr Angebot
Je vollständiger diese Angaben sind, desto schneller kommt Ihr Festpreis – meist noch am selben Tag:
- Adresse des Bauvorhabens – daraus ergeben sich Anfahrt und ob öffentlicher Grund berührt wird.
- Ungefähre Länge und Höhe der einzurüstenden Fassade, oder die Anzahl der Geschosse.
- Was gemacht werden soll – Anstrich, Dach, Dämmung, Photovoltaik: davon hängt die Gerüstart ab.
- Gewünschte Standzeit und der ungefähre Starttermin.
- Fotos vom Haus und von der Zufahrt – das Wertvollste überhaupt, weil sich damit vieles ohne Ortstermin klären lässt.
Liegen alle Angaben vor, nennen wir Ihnen den Festpreis auf Wunsch auch direkt am Telefon – es lohnt sich also, diese Punkte vor dem Anruf kurz zusammenzustellen. Fehlt etwas, fragen wir nach und melden uns anschließend. Am schnellsten geht eine Anfrage mit Fotos über das Formular oder per WhatsApp.
So berechnen Sie die Gerüstfläche
Die Gerüstfläche ist nicht die Wohnfläche und auch nicht exakt die Fassadenfläche, sondern: Gerüstlänge × Gerüsthöhe. Das Gerüst steht seitlich etwas über die Fassade hinaus und reicht über die oberste Arbeitsebene – die Gerüstfläche ist deshalb immer etwas größer als die reine Wandfläche. Wer Angebote vergleicht, sollte darauf achten, dass alle Anbieter mit derselben Fläche und derselben Gerüstart rechnen – sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen.
Fünf Tipps, mit denen Sie beim Gerüst sparen
- Gewerke bündeln: Dach, Fassade, Fenster und Photovoltaik in einem Zug erledigen – ein Gerüst, ein Auf- und Abbau.
- Standzeit realistisch planen: Das Gerüst erst stellen lassen, wenn die Handwerker wirklich starten. Mehr dazu im Artikel Wie lange darf ein Gerüst stehen?
- Früh anfragen: Wer zwei bis drei Wochen Vorlauf gibt, bekommt bessere Termine als bei Noteinsätzen.
- Zufahrt freihalten: Je näher das Montagefahrzeug ans Haus kommt, desto schneller die Montage.
- Komplettangebot vergleichen: Auf enthaltene Grundstandzeit, Nebenkosten und Zusatzbauteile achten – nicht nur auf den Quadratmeterpreis.
Für Ein- und Zweifamilienhäuser bieten wir Gerüste zum Festpreis an – und für alles Weitere finden Sie unser Leistungsspektrum unter Gerüstbau. Wir sind mit eigenen Niederlassungen in Köln, Bergisch Gladbach, Leverkusen und Wuppertal vor Ort.
Jedes Bauvorhaben ist anders – deshalb nennen wir keine Pauschalpreise, sondern kalkulieren Ihr Projekt individuell. Ihre Anfrage nehmen wir telefonisch, per WhatsApp oder über das Formular auf; sobald die Eckdaten geklärt sind, erhalten Sie Ihr kostenloses, unverbindliches Festpreis-Angebot – auf Wunsch telefonisch, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Gerüstkosten – gut zu wissen
Was kostet ein Gerüst für ein Einfamilienhaus?
Das lässt sich seriös nur nach einem Aufmaß beantworten, denn der Preis hängt von Gerüstfläche, Gerüstart, Standzeit und Zugänglichkeit ab. Beim ersten Anruf können wir deshalb noch keinen Preis nennen. Sobald die Eckdaten stehen, erstellen wir Ihnen kostenlos und unverbindlich ein Festpreis-Angebot – auf Wunsch telefonisch, sonst schriftlich, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Bekomme ich den Gerüstpreis direkt am Telefon?
Nicht sofort beim ersten Anruf. Jedes Gerüst wird für das einzelne Objekt kalkuliert, und einen Circa-Preis ins Blaue nennen wir bewusst nicht – der bleibt erfahrungsgemäß hängen und hilft am Ende niemandem. Im ersten Gespräch nehmen wir deshalb Ihre Angaben auf: Adresse des Bauvorhabens, ungefähre Länge und Höhe der einzurüstenden Fassade, gewünschte Standzeit und was gemacht werden soll. Sind diese Eckdaten geklärt, nennen wir Ihnen den Festpreis gerne auch telefonisch; bei aufwendigeren Objekten kalkulieren wir in Ruhe und melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Am schnellsten geht es mit Fotos vom Haus per WhatsApp oder über das Anfrageformular.
Sind Auf- und Abbau im Gerüstpreis enthalten?
Ja, seriöse Angebote nennen einen Komplettpreis: Anlieferung, Montage, Demontage, Abtransport und eine Grundstandzeit sind enthalten. Nur bei längerer Nutzung fällt zusätzlich eine wöchentliche Gerüstmiete an, die im Angebot ausgewiesen ist.
Was kostet die Gerüstmiete bei Verlängerung der Standzeit?
Die Verlängerungsmiete richtet sich nach der Gerüstfläche und wird pro Woche berechnet. Sie steht transparent im Angebot – so wissen Sie vor Baubeginn, was eine Verzögerung kosten würde.
Warum wird nach Gerüstfläche und nicht nach Fassadenfläche abgerechnet?
Die Gerüstfläche ist die eingerüstete Fläche: Gerüstlänge mal Gerüsthöhe. Sie ist meist größer als die reine Fassadenfläche, weil das Gerüst seitlich übersteht und bis über die Arbeitsebene reicht. Abgerechnet wird die tatsächlich gestellte Gerüstfläche.
Kann ich beim Gerüst sparen, indem ich es selbst aufbaue?
Davon raten wir ab: Gewerbliche Gerüste dürfen nur von fachkundigem Personal unter Aufsicht einer befähigten Person errichtet werden, und bei einem Unfall haftet der Aufsteller. Sparen lässt sich besser, indem mehrere Gewerke dasselbe Gerüst nutzen und die Standzeit gut geplant wird. Details im Artikel Wer darf ein Gerüst aufbauen?